Immer noch arbeiten viele Fotografen mit den ungeeigneten ICC-Profilen oder haben Photoshop, falsch konfiguriert. Nicht farbverbindliche Tintenstrahlausdrucke werden als Farbvorlagen verwendet, Monitore werden nicht richtig kalibriert und geben so die Farben fehlerhaft wieder.
Widersprüchliche Informationen, und Unkenntnis über die Möglichkeiten von Colormanagement verunsichern Fotografen. Welche Einstellungen sind empfehlenswert? Wie verhalte ich mich bei Profilfehlern?
Es gibt leider immer noch Anwender, die in Photoshop das Colormanagement ausschalten.
Ein Irrglaube, denn Photoshop kann gar nicht ohne Colormanagement arbeiten! Wenn Sie das CMM ausschalten, dann arbeitet Photoshop „im Hintergrund“ mit SWOP-Coated, einem Profil für den US-amerikanischen Rollendruck. Also: einschalten!
Hier einige grundsätzliche Tips.
Monitor:
Mit der Farbtemperatur bestimmen Sie, wie „warm“ (gelblich) oder „kalt“ (bläulich) Ihr Monitor Farben darstellt. Je kleiner die Kelvintemperatur ist um so wärmer und rötlicher wird das Bild dargestellt. Je höher die Temeratur wird um so kälter und bläulicher wird die Darstellung.
Das normale, neutrale Tageslicht liegt bei etwa 6500 Kelvin. Als Farbtemperatur für grafische Arbeiten sollten Sie 5500 Kelvin auswählen. Vielen wird die Einstellung im ersten Moment extrem gelblich und farbverfälschend vorkommen. So Sie nach kurzer Eingewöhnungsphase wieder auf ein Profil zurückstellen, welches unter Verwendung von höheren Kelvinwerten erstellt wurde, fällt Ihnen auf, wie unnatürlich „kalt“ dieses Licht ist. Auch die Normlicht-Kästen in den Druckereien geben Licht mit einer Temperatur von ca. 5000 Kelvin ab.
Photoshop:
Wenn Sie ein RGB-Bild in Photoshop öffnen (Ihr RGB-Arbeitsfarbraum ist ECI-RGB), und Photoshop meldet Ihnen „Das Dokument enthält kein eingebettetes Farbprofil.“
Wählt man im Öffnen-Dialog “Beibehalten, kein Farbmanagement.” Photoshop stellt nun das Bild im ECI-RGB-Farbraum da. Ist das Bild optisch gut, kann man das Bild speichern und dabei “Profil einbetten: ECI-RGB” wählen oder unter “Profil zuweisen: ECI-RGB” auswählen.
Weist man hingegen bereits beim Öffnen des Bildes ein Profil zu, dann wird dieses Profil auch automatisch beim Speichern an das Bild angehängt. Hier besteht die Gefahr, dass auch wenn das Bild unzureichend ist, das Profil an das Bild angehängt wird.









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25. Juni 2009 um 16:04
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